Trend: Der Supermarkt ohne Verpackung

17. Juni 2015, Radio FFH

Kaffee in der Tupper und Gemüse im Beutel – das ist ganz neu im FFH-Land und extrem spannend. Ein Supermarkt, bei dem Sie komplett ohne Verpackungen einkaufen können. Dies bedeutet keine Plastiktüten, keine Dosen, kein Glas – wirklich keinerlei Einwegverpackung.

Im „Unverpackt Mainz“ in der Mainzer Neustadt gibt es Käse, Gewürze, Milch, Kaffee und Nudeln. Also wirklich alles, was man für den täglichen Bedarf braucht, sagt Julia. Und das Konzept ist auch ganz einfach, erklärt die begeisterte Moderatorin: „Sie bringen einfach ihre eigenen Behälter mit. Also Tupperdosen oder Beutel und dort füllen Sie alle ihre Waren ab. Das ist zwar etwas aufwendiger, aber dafür „hat man garantiert astreines Gewissen“, meint Daniel:

Rund 200 Produkte gibt es im „Unverpackt Mainz“. Es ist also ein eher kleinerer Supermarkt. Dafür sind fast alle Produkte „Bio“. Den Mainzern gefällt das Konzept sehr gut: vor allen Dingen viele junge Leute kaufen hier ein, meint Julia.

Das Konzept wurde aufgrund erschreckender Zahlen gestartet: 4.000 Tonnen Verpackungsmüll soll der Entsorgungsbetrieb der Stadt Mainz jedes Jahr einsammeln. Das sind rund 20 kg pro Bürger/in. 16 Millionen Tonnen sollen es bundesweit und 140 Millionen Tonnen treiben in den Meeren oder werden an die Strände gespült, so erklärt das Umweltbundesamt.

Quelle:

Radio FFH: Trend: Der Supermarkt ohne Verpacktung